Für die regelmäßige Reinigung von einfachem Goldschmuck ohne empfindliche Steine reichen meist lauwarmes Wasser, wenig milde Seife und eine weiche Bürste aus.
Empfohlenes Vorgehen
Um Goldschmuck zu reinigen, brauchen Sie nicht lange zu suchen: Auch zu Hause ist das Verfahren recht einfach. Bereiten Sie eine kleine Schale mit lauwarmem Wasser vor. Geben Sie einige Tropfen milder Flüssigseife oder eines sanften Spülmittels ohne Scheuerpartikel oder aggressive Zusätze hinein.
Legen Sie den Schmuck etwa fünf bis zehn Minuten in die Lösung. Längeres Einweichen ist meist unnötig. Reinigen Sie ihn anschließend sehr behutsam mit einer weichen Bürste, idealerweise einer Kinderzahnbürste mit weichen Borsten und der Kennzeichnung ultra-soft.
Achten Sie besonders auf Stellen, an denen sich Fett sammelt:
die Innenseiten von Ringen,
prostor pod kamenem,
rund um die Krappen,
Kettenglieder,
Ohrringverschlüsse.
Spülen Sie den Schmuck anschließend gründlich mit sauberem, lauwarmem Wasser ab und trocknen Sie ihn mit einem weichen Mikrofasertuch. Lassen Sie ihn vor dem Aufbewahren vollständig trocknen.
Verschließen Sie beim Abspülen über einem Waschbecken immer den Abfluss. Spülen Sie Schmuck sicherheitshalber über einer Schale ab, damit er nicht in den Abfluss fällt.

1. Welche Produkte für Goldschmuck geeignet sind
Die sicherste Möglichkeit zu Hause ist lauwarmes Wasser mit milder Flüssigseife. Für die normale Pflege sind aggressive Chemikalien unnötig.
Milde Flüssigseife
Die Seife darf keine scheuernden Partikel, Peelingbestandteile oder starken Lösungsmittel enthalten. Wenige Tropfen genügen. Zu viel Seife kann einen weiteren Film auf der Oberfläche hinterlassen, der gründlich abgespült werden muss.
Mildes Spülmittel
Sie können eine geringe Menge eines üblichen milden Produkts ohne Bleichmittel verwenden. Spülen Sie es gründlich ab. Diese Methode eignet sich vor allem für schlichten Goldschmuck und bestimmte widerstandsfähige Steine (Diamant, Moissanit)
Spezielle Goldreinigungslösung
Es gibt spezielle Produkte zur Reinigung von Gold. Lesen Sie stets die Anleitung und prüfen Sie, ob das Mittel auch geeignet ist für bestimmte Edelsteine, die Oberflächenbearbeitung und die Art ihrer Fassung.
Die Kennzeichnung „für Schmuck“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt für jede Steinart unbedenklich ist.
Weiche Bürste
Die Bürste muss sehr weiche Borsten haben. Eine zu harte Bürste kann polierte Flächen beschädigen, sich in empfindlichen Teilen verfangen oder Steinfassungen belasten.
Mikrofasertuch
Ein weiches Tuch ohne grobe Fasern eignet sich zum Trocknen und Entfernen von Fingerabdrücken. Kräftiges Reiben ist nicht nötig; ein leichtes Abwischen genügt.
Goldpoliertuch
Ein spezielles Poliertuch kann glatten, polierten Oberflächen neuen Glanz verleihen. Es muss ausdrücklich für Gold geeignet sein.
Nicht geeignet für:
matte Oberflächen,
sandgestrahlte Oberflächen,
rhodinierter Schmuck,
vergoldeter Schmuck,
geschwärzte oder anderweitig oberflächenbehandelte Teile.
Poliertücher können feine Schleifmittel enthalten. Häufiges oder kräftiges Anwenden kann deshalb die Oberfläche allmählich verändern.
2. Was Sie niemals für Goldschmuck verwenden sollten
Im Internet finden sich viele Anleitungen zur Reinigung mit Zahnpasta, Natron, Essig oder anderen Haushaltsmitteln. Bei wertvollem Goldschmuck können diese Methoden jedoch die Oberfläche oder gefasste Steine beschädigen.
Zahnpasta
Zahnpasta enthält abrasive Partikel zur mechanischen Zahnreinigung. Auf poliertem Gold kann sie feine Kratzer hinterlassen. Wiederholte Anwendung kann den Schmuck matter werden lassen und seinen gleichmäßigen Glanz beeinträchtigen.
Natron und Reinigungspulver
Natron wird oft als universelles Reinigungsmittel empfohlen. Als Paste oder Pulver kann es jedoch scheuern. Besonders riskant ist es für feine Oberflächen, vergoldeten Schmuck und Schmuckstücke mit Edelsteinen.
Essig und Zitronensaft
Säurehaltige Mittel eignen sich nicht als allgemeine Methode zur Schmuckreinigung. Sie können mit Bestandteilen von Goldlegierungen, Lötstellen oder empfindlichen Steinen reagieren. Auch organische Materialien wie Perlen können beschädigt werden.
Chlor und Bleichmittel
Chlorhaltige Chemikalien können die Metalle in Goldlegierungen angreifen. Besonders riskant sind konzentrierte Reiniger, Poolchemikalien und Bleichmittel.
Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Schwimmen im Pool ablegen, bei der Verwendung chlorhaltiger Produkte oder intensiver Reinigung.
Scheuerschwämme, raue Schwämme und harte Bürsten
Diese Hilfsmittel können Goldoberflächen stark zerkratzen. Solche Schäden lassen sich durch gewöhnliche Reinigung zu Hause nicht beheben und können professionelles Nachpolieren erfordern.
Kochendes Wasser
Sehr heißes oder kochendes Wasser kann bei Schmuck mit empfindlichen Steinen, Rissfüllungen, verklebten Teilen oder bereits geschwächten Fassungen Probleme verursachen. Plötzliche Temperaturschwankungen können manche Mineralien beschädigen.
Ungeprüfte chemische Lösungen
Wir empfehlen Ammoniak, Alkohol, Aceton oder andere starke Chemikalien nicht ohne genaue Kenntnis der Materialien Ihres Schmuckstücks. Manche Mittel können bei der professionellen Reinigung bestimmter Stücke geeignet sein, sind aber keine universelle Lösung für die Reinigung zu Hause.
Ultrazvuk
Unsere Erfahrung als Goldschmiede zeigt: Vor einer Ultraschallreinigung müssen die Fassung, die Konstruktion des Schmuckstücks und die Eigenschaften der Steine geprüft werden. Zu Hause ist diese Beurteilung in der Regel nicht zuverlässig möglich. Deshalb raten wir von einer Ultraschallreinigung zu Hause ab. Wenn Sie unserer Empfehlung nicht folgen, vermeiden Sie zumindest die Reinigung folgender Materialien:
smaragdy,
perly,
Opale,
tyrkysy,
Korallen,
tanzanity,
Steine mit gefüllten Rissen,
geklebte Steine und Schmuckkomponenten,
Schmuck mit lockeren oder beschädigten Fassungen,
Schmuck mit Emaille oder anderen empfindlichen Oberflächendetails.
3. Goldschmuck mit Edelsteinen reinigen
Bei Schmuck mit Edelsteinen richtet sich die Reinigungsmethode nicht allein nach den Eigenschaften des Goldes. Maßgeblich ist meist das empfindlichste Material des Schmuckstücks.
Diamanty
Diamanten sind sehr hart, doch Fett haftet leicht an ihrer Oberfläche. Ein Fettfilm vermindert ihre Brillanz deutlich. Diamantschmuck lässt sich meist vorsichtig mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife reinigen. Mit einer Bürste können Sie auch die Unterseite des Steins behutsam säubern, wo sich häufig Schmutz ansammelt.
Die Härte eines Diamanten bedeutet nicht, dass der gesamte Ring unzerstörbar ist. Steine können sich lösen, Krappen beschädigt werden und ein Diamant kann bei einem starken Stoß absplittern.
Saphire und Rubine
Unbehandelte oder konventionell wärmebehandelte Rubine und Saphire sind meist relativ widerstandsfähig. Bei anders behandelten Steinen ist jedoch nicht jede Reinigungsmethode sicher.
Wenn Sie Herkunft und Behandlungen des Steins nicht kennen, reinigen Sie nur sehr sanft die Oberfläche oder fragen Sie einen Goldschmied.
Smaragdy
Smaragde enthalten häufig natürliche Risse, die mit Öl oder anderen Füllmitteln behandelt sein können. Ungeeignete Chemikalien, hohe Temperaturen und Ultraschall können diese Behandlungen beeinträchtigen.
Reinigen Sie Smaragdschmuck nur kurz mit lauwarmem Wasser und sehr milder Seife. Weichen Sie den Stein nicht unnötig ein und verwenden Sie keinen Ultraschallreiniger.
Perly
Perlen reagieren empfindlich auf Säuren, Kosmetika, Parfüm und scheuernde Produkte. Legen Sie sie nicht in Reinigungslösungen. Wischen Sie sie nach dem Tragen lediglich behutsam mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab.
Perlenketten können auf Textilfäden aufgezogen sein, die durch langes Einweichen geschwächt werden.
Opale
Opale können empfindlich auf plötzliche Temperaturwechsel, Austrocknung und manche Chemikalien reagieren. Reinigen Sie sie nur mit einem leicht angefeuchteten, weichen Tuch. Verwenden Sie weder Ultraschall noch Dampf.
Türkis, Koralle und andere poröse Materialien
Poröse und organische Materialien können Reinigungslösungen aufnehmen und dadurch Farbe oder Oberfläche verändern. Für diese Steine ist sanftes Abwischen mit einem weichen Tuch sicherer.
4. Was Sie bei Weiß-, Gelb- und Roségold beachten sollten
Die grundlegende Reinigung zu Hause ist bei verschiedenen Goldfarben ähnlich. Oberflächen und Legierungszusammensetzungen können sich jedoch unterscheiden. Gehen Sie bei dieser Legierung besonders vorsichtig vor und verwenden Sie nur eine wirklich weiche Bürste.
Gelbgold
Gelbgold lässt sich meist mit lauwarmem Wasser, milder Seife und einer weichen Bürste reinigen. Kleine Kratzer sind eine natürliche Folge des Tragens und lassen sich durch gewöhnliche Reinigung nicht entfernen.
Weißgold
Weißgold ist häufig mit einer Rhodiumschicht versehen, die ihm ein strahlendes Aussehen verleiht. Diese Schicht nutzt sich beim Tragen allmählich ab.
Eine Reinigung zu Hause kann die Rhodiumschicht nicht wiederherstellen. Starkes Polieren kann ihren Verschleiß sogar beschleunigen. Wird Weißgold gelblich, muss das nicht an Schmutz liegen; möglicherweise ist die Oberflächenschicht teilweise abgetragen.
Roségold
Roségold erhält seine Farbe durch Kupfer in der Goldlegierung. Für die regelmäßige Pflege verwenden Sie dieselbe schonende Methode wie bei Gelbgold. Vermeiden Sie säurehaltige und aggressive Reinigungsmittel.
5. Wenn die Reinigung zu Hause nicht ausreicht
Die Reinigung zu Hause entfernt alltägliches Fett und Schmutz, ersetzt aber keine professionelle Kontrolle oder Aufarbeitung.
Gehen Sie besonders dann zum Goldschmied, wenn:
der Stein sich in seiner Fassung bewegt,
eine Krappe verbogen oder abgenutzt ist,
der Verschluss ist beschädigt,
die Kette ein verformtes Glied hat,
der Schmuck stark zerkratzt ist,
Weißgold hat sein ursprüngliches Oberflächenbild verloren,
Schmutz tief unter dem Stein sitzt,
Sie den Edelsteintyp oder seine Behandlung nicht kennen.
Professionelle Reinigung kann nicht nur die Entfernung von Schmutz umfassen, sondern auch die Prüfung von Steinfassungen, die Reparatur beschädigter Teile, das Polieren oder die Erneuerung einer Oberfläche.
In der DeLoire-Werkstatt empfehlen wir, vor einer professionellen Reinigung das ganze Schmuckstück zu prüfen. Schmutz zu entfernen hilft wenig, wenn eine Fassung geschwächt oder die Konstruktion beschädigt ist.
6. Sa verhindern Sie Schmutzablagerungen am Schmuck
Schonende Pflege beginnt beim alltäglichen Tragen. Legen Sie Goldschmuck vor Tätigkeiten ab, bei denen er Chemikalien, Kosmetik oder mechanischen Belastungen ausgesetzt ist.
Legen Sie Schmuck besonders ab vor:
Reinigung,
beim Schwimmen im Pool,
sportem,
bei der Gartenarbeit,
beim Duschen,
beim Schlafen,
beim Auftragen von Cremes und Ölen,
beim Verwenden von Parfüm oder Haarspray.
Tragen Sie Kosmetik und Parfum auf, bevor Sie den Schmuck anlegen. Lassen Sie das Produkt zuerst trocknen.
Bewahren Sie jedes Schmuckstück möglichst getrennt auf. Ein Diamant kann andere Edelsteine und Metallteile zerkratzen. Lagern Sie Ketten geschlossen und separat, damit sie sich nicht verheddern.
7. Zusammenfassung der DeLoire-Empfehlungen
Für die meisten schlichten Goldschmuckstücke ist eine kurze Reinigung in lauwarmem Wasser mit einigen Tropfen milder Seife die sicherste Methode zu Hause. Verwenden Sie nur eine weiche Bürste und ein Mikrofasertuch.
Bei Schmuck mit Edelsteinen muss die Reinigung auf den jeweiligen Stein und mögliche Behandlungen abgestimmt sein. Smaragde, Perlen, Opale, Türkise und andere empfindliche oder poröse Materialien erfordern besondere Vorsicht.
Die Reinigung zu Hause hilft, alltäglichen Schmutz zu entfernen. Sie ersetzt weder die fachkundige Prüfung von Steinfassungen noch Reparaturen der Konstruktion oder die Aufarbeitung der Oberfläche. Bei wertvollem oder beschädigtem Schmuck ist die Beratung durch einen Goldschmied stets die sicherere Wahl.
